Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass das Wasser bei einem Wasserschaden sich nur im oberflächennahen Bereich befindet.
Die Praxis bei der Wasserschadenbeseitigung mit dem Beseitigen und Trocknen von Wasserschäden zeigt, dass dies nicht so ist. Bei einem Wasserschaden dringt Wasser und Feuchtigkeit durch die Randfugen sofort in die Dämmschicht und verteilt sich dabei auf der gesamten Betonfläche.
Bei dem von uns standardmäßig eingesetzten Verfahren der Unterdrucktrocknung nach dem Stand der Technik wird die feuchte Luft aus der Dämmschicht abgesaugt. Um eine optimale Austrocknung der Dämmschicht zu erreichen, werden analog zur Symmetrie der Räumlichkeiten, Kernlochbohrungen (50 mm Durchmesser) angebracht.
Der durch die Feuchtluftabsaugung entstandene Unterdruck gleicht sich durch die über die geöffneten Randfugen nachziehende trockene Raumluft (durch Trocknungsaggregate auf ca.40-45% rel. Feuchte entfeuchtet) wieder aus. So entsteht ein kontinuierlicher Trocknungsprozess, der nach Erreichung der materialspezifischen Ausgleichsfeuchte beendet ist.
Die Erhaltung der Bodenbeläge kann nicht garantiert werden. Wir weisen Sie darauf hin, dass der Leistungserfolg nur erbracht werden kann, wenn die Schadensursache behoben ist. Dies gilt auch für Schäden während der laufenden Trocknung. Eine Rissbildung im Estrich und/oder im Oberbodenbelag ( z.B. Fliesen etc.), während der Trocknungsphase kann nicht ausgeschlossen werden.
Bei Holzkonstruktionen/ Holzmöbeln kann keine Gewährleistung in Bezug auf / Verformungen / Quell- bzw. Schrumpfrisse / Verfärbungen übernommen werden. Die Erhaltung der Eigenschaften der Wärme- und Trittschalldämmungen kann nicht garantiert werden.
Hier muß die Wasserschadenbeseitigung schnell und besonders schonend trocknen, damit die nässeempfindlichen Materialfüllungen zur Wärme- und Schalldämmung keinen Schaden nehmen.
Durch gezielte Einleitung von trockener Luft werden Schwammbildung und Pilzbefall verhindert.
Ohne Wasserschadenbeseitigung, können durch langandauernde aufsteigende Feuchtigkeit aus der Dämmschicht im Estrich die Kalksubstanzen und Salze ausgelöst werden.
Hier muß besonders schnell der Wasserschaden beseitigt und getrocknet werden. Eine Verformung des Parketts ist irrepabel.
Bei nicht eingeleiteter Wasserschadenbeseitigung können mineralische Dämmstoffe, je nach Stärke, innerhalb kurzer Zeit ihre Dämmwirkung und ihre Isolierwirkung verlieren und in sich zusammen fallen.
Wenn Sie den Wasserschaden nicht "professionell" beseitigen, kommt es neben der erhöhten Raumluftfeuchte zu Modergeruch durch Bakterien und Schimmelpilzbildung. Die aufsteigende Feuchtigkeit nach dem Wasserschaden in der Wand löst die Tapeten und zuguterletzt muß auch der Putz wegen Zersetzungserscheinungen erneuert werden.
Gerade beim Anhydrit-Estrich kann es durch einen Wasserschaden zu irreparablen Zersetzungs- und Quellerscheinungen kommen.
Es sollte innerhalb weniger Tage mit der Wasserschadenbeseitigung begonnen werden, sonst kommt statt der kostengünstigen Wasserschadensanierung noch das aufwendige Herausreißen und die Einbringung eines neuen Estriches in Frage.
Ob Rohrleitungsbruch, geplatzte Waschmaschinenschläuche oder eingedrungenes Wasser...
Reagiert man nicht sofort, wenn Wasser in Wand und Boden eingedrungen ist, kann es zu Schimmelpilzbildung zwischen dem stehenden Wasser und dem darüberliegenden feuchten Bereich kommen. Die Lösung: Sobald ein Wasserschaden im Haus bemerkt wird, muss dieser unverzüglich beseitigt werden!