Schimmel-Ratgeber
Klaus Albrecht
Sachverständiger für
Schimmelpilzerkennung, -bewertung und -sanierung (TÜV)
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Die Ursachen für Schimmel sind vielfältig. Lesen Sie hier, welche gesundheitlichen Risiken bestehen können und was Sie zur Schimmelprävention und -bekämpfung tun können.
Gesundheitliche Risiken bei Schimmel:
Ist Schimmel erst einmal präsent, setzt er zu seiner Fortpflanzung eine Vielzahl winziger Pilzsporen frei, welche Ihre Atemluft
verunreinigen und auf diesem Wege in Ihre Lungen gelangen. Die Auswirkungen auf Ihre Gesundheit sind vielfältig und reichen von
grippeähnlichen Symptomen über Kopfschmerzen und Allergien über schwere Atemwegserkrankungen bis hin zu Entzündungen der Bindehaut oder
Reizungen der Nasenschleimhäute. Eine eindeutige Einschätzung des Gesundheitsrisikos ist nach heutigen Erkenntnissen nicht ohne
weiteres möglich. Die tatsächlichen Gefahren werden erst nach und nach bekannt. Daher sollten Sie grundsätzlich alle denkbaren Maßnahmen
zur Vorbeugung und Bekämpfung von Schimmel ergreifen.
Weitergehende Erörterungen und Untersuchungen zur Gesundheitsgefährdung durch Schimmelpilz finden Sie in
>> Publikationen des Umweltbundesministeriums.
Wo der Schimmelpilz sich wohlfühlt - Wachstumsvoraussetzungen für Schimmel
Schimmelpilz wächst in Innenräumen nur unter bestimmten Voraussetzungen:
Wachstumsvoraussetzungen für Schimmel
Relative Feuchte: ab ca. 70 bis 80 % an der Oberfläche
Dauer: ca. 5 bis 6 Tage á 6 Stunden
Temperatur: -10° C bis über 100° C, optimal: 5° C bis 35° C
Nahrung: organisches Material (Farbe, Kleister, Holz usw.)
pH-Wert: zwischen 2 und 11, ideal: 5 bis 7
Sauerstoff: 0,14 % bis 0,25 % (der Mensch benötigt mindestens 17%)
Alle diese Wachstumsvorausetzungen müssen gegeben sein, damit Schimmelpilz überhaupt entsteht.
Der Pilz wächst dann umso schneller je feuchter es ist. Schimmelpilze bevorzugen zudem verborgene Stellen
und wachsen nicht gerne dort, wo Luftbewegung stattfindet, weil dadurch die Oberfläche entfeuchtet wird.
Wenn Sie Schimmelpilz in einem Ihrer Räume festgestellt haben, bedeutet das auch, dass es über diese idealen
Wachstumsvorraussetzungen hinaus auch noch ein weiteres Problem gibt:
Zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen kann auf vielerlei Art entstehen: Unser Leben
erzeugt viel Feuchtigkeit , etwa
beim Duschen, Kochen oder Wäsche waschen. Aber auch falsches Lüften
kann zur überhöhten Feuchte in Innenräumen führen: Warme Außenluft kommt in kalte Räume oder an kalte Bauteile. Die warme Luft kühlt
ab und es entsteht Kondensat Lüften an Decke, Wand und Boden. Werden die
kritischen Werte überschritten, sind beste Voraussetzungen für ein Schimmelpilzwachstum geschaffen.
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Die Gebäudehülle muss luftdicht sein. Schimmelpilz kann sich auf Grund von Baufehlern, Baumängeln oder mit der Zeit entstandenen Schäden in
der Gebäudehülle bilden, etwa durch mangelnde Luftdichtheit von Bauteilen , fehlerhaft abgedichteten
Blechabdeckungen , Mängel an Fenstern und Fensterbankanschlüssen oder
Feuchtigkeit im Rollladenkasten ...
Bevor organische Stoffe wie Farben, Tapeten oder Holz beim Innenausbau verarbeitet werden, müssen Böden, Wände und Decken trocken sein,
da sie sonst einen idealen Nährboden für Schimmel und Bakterien bilden.
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Geplatzte Leitungen, auslaufendes oder eindringendes Wasser verursachen einen Wasserschaden.
Jetzt ist schnelles Handeln gefragt, damit sich mit dem Wasser nicht auch noch der Schimmelpilz breit macht.
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